Standardkleider sind Tanzkleider, die zum Tanzen von Standardtänzen getragen werden. Zu diesen auch früher als Gesellschaftstanz bezeichneten Tänzen gehören heute der langsame Walzer, der Wiener Walzer, der Tango, der Slowfox und der Quickstep. Sie werden auch als Bewegungstänze oder Schwungtänze bezeichnet, weil das Tanzpaar nicht auf der Stelle tanzt, sondern sich im Tanzsaal bewegt. Um diesen Schwung und den gefühlvollen Bewegungsablauf aufzunehmen, sind die dazugehörigen Standardkleider ebenso schwungvoll geschneidert. Dafür ist in erster Linie der weite Rockteil verantwortlich. Er ist breit geschnitten, fällt leicht und fließend. Unterstützt wird der elanvolle Schwung durch die Tatsache, dass ein Tanzkleid standard vorwiegend aus sehr leichten Stoffen gearbeitet ist.

Das Oberteil der Standardkleider ist normalerweise eng geschnitten, um die feminine Silhouette der Tänzerin perfekt in Szene setzen zu können. Die zumeist tiefen Ausschnitte vorne und auch im Rückenbereich zeigen viel nackte Haut, die bei Turniertänzen in Wettkampfform mit hautfarbenen Stoffeinsätzen überdeckt ist. Die schwungvolle Bewegung der Standardtänze drücken Lebensfreude und Elan aus, folgerichtig sind Standardkleider in den meisten Fällen sehr farbenfroh und reich an Verzierungen. Dazu gehören Strass-Steine, Zierperlen, Pailletten und Stickereien am Oberteil, Rüschen oder auch flauschige Federn am Rockteil.

Das Standard-Tanzkleid wird komplettiert mit Accessoires wie Handschuhe, Stulpen, Tücher und passende Schuhe, die sich allesamt das Kleid selbst sind, um den Betrachter nicht abzulenken. Wichtig dabei ist natürlich eine optimale Abstimmung mit dem Tanzpartner, denn bei Standardtänzen besteht ständiger Körperkontakt, was eine gute Balance und eine perfekte Harmonie auch in der Kleiderordnung untereinander erfordert.