Die Ballet Heels gehören zu den extremsten Schuhen der heutigen Schuhmode, denn durch ihre Form stellt sich unweigerlich die Frage, ob man darin überhaupt laufen kann. Und diese Frage kann man ab einem Körpergewicht von etwa 55 Kilogramm eigentlich nicht mehr mit Ja beantworten. Es sind Schuhe und Stiefel, bei denen die Absatzhöhe etwa einer Fußlänge entspricht, was nicht leicht ist, sich das überhaupt vorzustellen. Im Gegensatz zu den schon fast normalen High Heels mit einer Absatzlänge von etwa 10 Zentimetern, die so elegant zum Abendkleid aussehen, ruht hier der Fuß weder mit den Fußballen noch mit den Zehenballen auf dem Boden, sondern nur noch mit der Spitze der Zehen. Da diese Fußhaltung mit der extremen Streckstellung des Fußes dem Spitzentanz beim Ballett zugeordnet werden kann, wurden diese Schuhe auch danach benannt – zu deutsch auch „Ballettstiefel“.

Die Ballet High Heels haben auch ihre Entwicklung einer Ballett-Tänzerin zu verdanken, die im Jahr 1925 nach einem Knöchel-Unfall einen Schuhmacher beauftragte, Schuhe zu entwickeln, die es ihr ermöglichte, auf Zehenspitzen zu tanzen, um ihre Karriere fortsetzen zu können.

Ballet Heels werden heute eher der Club-Szene und dem Rotlicht zugeordnet. Es gibt verschiedene Designs, die sich in der Länge des Schafts, der bis zu den Oberschenkeln reichen kann und der Form der Schuhspitze unterscheiden, wo die Zehen entweder zusammen gezwängt oder über komfortablen Platz verfügen. Das auch wegen der Laufunfähigkeit als „Bettschuhe“ bezeichnete Schuhwerk wird auch schon mal mit kleinen, funktionslosen Schlössern versehen als Zeichen, man könnte aus den Ballet Heels nicht mehr entkommen.