Futterstoffe bilden eine Schutzlage zwischen Oberstoff und Körperwäsche, begünstigen die Wärmehaltung und sorgen für einen glatten Fall der Oberbekleidung. In der Damenmode sind besonders Mäntel, Jacken, Blazer, Kleider und Röcke gefüttert, während die Männer hauptsächlich mit Futterstoffen in Mäntel und Sakkos ausgestattet sind. Darüber hinaus gibt es auch Jerseyfutter, Knie- oder Vorderhosenfutter sowie Taschen- und Ärmelfutter. Die verschiedenen Arten und Materialien der Futterstoffe werden so durch seine Anwendung bestimmt und zugeordnet.

Der bekannteste Futterstoff in der Damenmode besteht aus Acetat, sieht wie Naturseide aus und fühlt sich ebenso weich an. Acetatfutter findet man bei Blazer und Rock, beim Kleid oder der Jacke. Es muss nicht immer die gleiche Farbe wie die Oberbekleidung haben, auch kontrastfarbenes Futter wird gern verwendet. Was bei den Frauen Acetat ist, ist bei den Männern Polyester. Polyesterfutter findet man in vielen Sakkos und Mänteln. Auch Viskose- und Polyamidanteile vervollständigen die Polyester- und Acetatfutterstoffe. Knie- oder

Vorderhosenfutter besteht hauptsächlich aus reiner Viskose, einer Viskose-Polyester-Mischung oder aus Polyesterstretch mit einem geringen Elasthananteil für die Elastizität. Beim Taschenfutter hingegen kommen Baumwollmischungen zum Einsatz, am häufigsten mit Polyester oder Polyamid in unterschiedlichen Gewebebindungen. Aus Taft und Twill bestehen Futterstoffe für die Ärmel. Spezielle strapazierfähige Futterstoffe werden vor allem für den Behörden- und Berufsbekleidungssektor angeboten.

Futterstoffe sind auf keinen Fall langweilig. Sie gibt es uneingeschränkt in allen Farben und vielen Mustern, geblumtes, gestreiftes, gepunktetes oder kariertes Futter sind dabei die beliebtesten und am häufigsten verwendeten Futterstoffe, aber natürlich sind auch elegante einfarbige Futterstoffe jederzeit modisch auf der Höhe, eine perfekte Verarbeitung der Futterstoffe vorausgesetzt.